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Wie klingt die Zeit?
Ist es das Ticken der Uhr?
Das Einrasten der Zahnräder?
Die Bewegung der Zeiger?
Ist es das Rieseln der Sandkörner,
wenn sie im unteren Behälter
aufeinander fallen?
Ist es das Plätschern des Baches?
Über Steine fließendes Wasser?
Ein steter Tropfen, der in einen See fällt?
Oder das Pfeifen des Windes?
Das Rascheln der Schritte
im Blättermeer?
Ist es das Geräusch der Motoren,
während der Verkehr
an einem vorbeizieht?
Oder das Knistern und Leuchten,
das entsteht, wenn im Winter die Eisenbahn
vom Strom in den Oberleitungen angetrieben
über die Geleise huscht?
Ist es nicht vielmehr
der eigene Herzschlag,
wenn man in sich hineinhört?
Ist der Klang der Zeit
überhaupt wahrnehmbar?
Vielleicht ist es ja das,
was übrig bleibt,
wenn alles andere still ist!
© Carmen Streißnig-Fink
Aus dem Buch lyrikecke offline – Gewinnendes aus www.lyrikecke.de
2 (Schreibwettbewerb)
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