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Wenn das Leben kreuzt
Nun bin ich
nichts ahnend
an einer weiteren Kreuzung
meines Lebensweges
angekommen.
Zwei Wege,
zwei Möglichkeiten.
Gehe ich
gewohnheitsgemäß geradeaus?
Nehme ich
wie viele Male zuvor
den Weg der Selbstlosigkeit?
Oder soll ich es wagen
abzuzweigen?
Am Ende des Horizonts
wartet die Ungewissheit,
unkalkulierbares Risiko,
aber auch die Chance
auf Veränderung.
Keine Kompromisse.
Ich sein.
Andererseits
weiß ich,
es wartet Vertrautheit,
geringeres Risiko,
wenn ich mich
anders entscheide.
Jedoch wäre dieser Weg
mir gegenüber nicht ehrlich.
Plötzlich
fällt mir die Entscheidung
gar nicht mehr schwer,
setze meinen Fuß
in das Ungewisse …
… und fühle mich gut
dabei.
© Carmen Streißnig-Fink
Aus dem Buch „Leben und Tod“,
Anthologie der Gewinnertexte zum zugehörigen Schreibwettbewerb
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