Mittwoch, 8. Februar 2017Gelungener WM-Auftakt: Bis zu 892.000 Zuseherinnen und Zuseher sahen gestern den Super-G der Damen im ORF, der für Nicole Schmidhofer und das ÖSV-Team gleich das erste Gold im ersten Rennen der alpinen Ski-WM 2017 in St. Moritz brachte. Diesen Triumpf verdankt Nicole Schmidhofer, die als große Kämpferin gilt, dem harten Training nach ihrem Kreuzbandriss.
Wie Phönix aus der Asche
Nach einer Verletzung 2011 folgt die Versetzung vom ÖSV-A-Kader in den ÖSV-B-Kader. 2012 kam es dann noch schlimmer - Nici Schmidhofer flog aus allen ÖSV Kadern. Für viele würde so ein Rückschlag das Karriereende bedeuten. Aber nicht für die 1,57 Meter große Kämpferin, die dank ihres Umfeldes und ihrer Partner alle anfallenden Kosten für Training und Vorbereitung aus der eigenen Tasche zahlen konnte. Schmidhofer arbeitete hart und sie wurde belohnt. Ihre guten Trainingsleistungen ermöglichten ihr wieder den Start bei den Weltcuprennen. Beim Super G 2013 in Cortina d‘ Ampezzo fuhr sie auf Platz zwei und schaffte im letzten Augenblick den Sprung in das ÖSV Team für die WM in Schladming. Ebenfalls in Cortina schaffte die Sportlerin aus dem Lachtal durch ihre guten Platzierungen das begehrte Ticket für Olympia 2014. In Sotschi durfte Sie dann kein einziges Rennen fahren. Dadurch entwickelte sich ein Ehrgeiz in ihr, der sie wieder an die Spitze brachte. Im Winter 2015/2016 fuhr sie fünf Mal unter die besten zehn. Wieder verletzte sich die Sportlerin beim Abfahrtstraining in Cortina im Jänner 2016 schwer – Riss des vorderen Kreuzbandes und Einriss des Innen- wie Außenmeniskus im rechten Knie. Nach 8 Monaten erneutem harten Training und persönlichem Reifen schafft es die immer lustige und lockere Sprüche klopfende Nici zur Weltmeisterin im Super-G.
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