Freitag, 10. Februar 2017BHS und BMHS gelten als Vorreiter in der Region Murtal. Das neue Konzept ist kein "Innovatiönchen, es ist eine echte Innovation!
Zu einer Pressekonferenz luden gestern die Direktoren von Bafep und HAK Judenburg, HLW Fohnsdorf sowie HTL Zeltweg in die Räumlichkeiten der HAK Judenburg um das neue Konzept vorzustellen. Vier Schulen im Murtal testeten erfolgreich mittels Schulprojekt das neue Konzept und das ist kein "Innovatiönchen, es ist eine echte Innovation." So Direktor Otto Scheucher von der BAfEP Judenburg bei der Vorgestellt des neue Systems "Neuen Oberstufe" (NOST). Alle vier Schulen beschlossen unabhängig von einander an diesem Schulversuch teil zu nehmen. „Wir ziehen alle an einem Strang und wollen zeigen, dass wir Vorreiter in der Region sind“, so der Tenor von Otto Scheucher Bafep Judenburg, Sonja Hofer HAK Judenburg, Arno Martetschläger HTL Zeltweg und Michaela Karner HLW Fohnsdorf.
Neue Oberstufe (NOST) wird ab Herbst 2017 im Murtal eingeführt
Beginnend mit dem Schuljahr 2017/18 werden die berufsbildenden höheren und mittleren Schulen des Bezirkes, flächendeckend die neu Oberstufe NOST einführen. Damit erweisen sich die berufsbildenden Schulen als Vorreiter in innovativen Bildungskonzepten.
Die neue Oberstufe – kurz NOST genannt - bedeutet eine Weiterentwicklung des kompetenzorientierten Ansatzes und basiert auf Erfahrungen aus dem Bereich der Abendschulen (HAK Judenburg, HTL Zeltweg) sowie dem Semestrierungskonzept der höheren Jahrgänge der Tagesschulen (BAfEP Judenburg, Bundesschulen Fohnsdorf, HTL Zeltweg), die bereits erfolgreich umgesetzt wurden.
Effiziente Nutzung des Schuljahres
Bei der NOST wird das Schuljahr in Winter- und Sommersemester mit regulärem Semesterzeugnis aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um ein vollwertiges Zeugnis. Zusätzlich wird der zu lernende Stoff in Kompetenzbereiche aufgeteilt, die die Schüler positiv abschließen müssen.
Frühzeitige individuelle Unterstützung durch „individuelle LernbegleiterInnen (ILB)“
"Individuelle Lernbegleiter (ILB)" geben bei Problemen Unterstützung so sollen schlechte Noten im Vorhinein verhindert werden und das "Sitzenbleiben" der Geschichte angehören. Dabei handelt es sich um eigens geschulte Lehrer, die sich mit den Lernproblemen der Schüler beschäftigen. Das ist keine Nachhilfe im herkömmlichen Sinn, die Schüler organisieren sich selbst. Es geht vor allem um das Lernen lernen, verstärkte Individualisierung und Kompetenzorientierung, Stärkung der Motivation und Eigenverantwortung und Ausbau der Begabungsförderung. Sollten Schüler in einem Gegenstand so gut sein, kann das Semester übersprungen werden. Die dadurch frei gewordenen Ressourcen könnten dann für die Bearbeitung von Schwächen oder die Vertiefung in einzelnen Sachgebieten verwendet werden. Für Problemfächergibt es auch die Möglichkeit, indem man eventuell Stunden in anderen Klassen beiwohnt um seine Lücken zu schließen. Die individuelle Lernbegleitung ist das Herzstück der Reform.
Gesetzlich eingeführt wird das Schulprojekt "Neue Oberstufe (NOST)" erst ab 2019 - im Murtal profitieren die Schüler wie auch Lehrer schon ab Herbst 2017
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