Donnerstag, 23. März 2017Rund 5.000 Kinder sind in Österreich so schwer krank oder behindert, dass sie eine Rehabilitation brauchen. Kranke Kinder wurden für eine Rehabilitation entweder gemeinsam mit Erwachsenen betreut oder mussten dafür ins Ausland ausweichen.
Nach langem hartem Kampf haben sich die Krankenversicherungsträger und Bundesländer über die Finanzierung der Kinder- und Jugendlichenrehabilitationen in Österreich geeinigt. Die Verantwortlichen waren stolz, dass es endlich gelungen ist die Kinderrehabilitation in Österreich in Gang zu bringen. So werden in der OptimaMed Gesundheitstherme Wildbad 28 Therapieplätze für die kardiologische und pulmologische sowie 24 Plätze für die psychosoziale Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre zur Verfügung stehen. Rund 60 Arbeitsplätze wird die neue Reha-Klinik bringen.
Neben einer Einrichtung für psychiatrische und Vater-Mutter-Kind-Rehabilitation, die Ende September offiziell in Wildbad eröffnet wurde, werden im zweiten Halbjahr 2017 auch Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr dort rehabilitativ betreut werden können.
Das Kinder nach schweren Krankheiten Rehabilitation brauchen, ist allen klar, deren Kind schon einmal wochenlang im Krankenhaus war – etwa wegen einer Krebserkrankung oder nach einem schweren Unfall. Die Rehabilitation soll sowohl körperliche als auch psychische und soziale Aspekte berücksichtigen. Dazu gehören auch Schulunterricht und Freizeitgestaltung. In der Regel begleitet ein Elternteil das Kind.
Das zweite Kinder-Rehabilitationszentrum wird in Gratwein-Straßengel, ebenfalls in der Steiermark errichtet. Weitere Zentren sollen folgen.
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