Freitag, 31. März 2017Wie ist das mit dem Glück? Hat man es einfach oder kann man es auch suchen, finden und festhalten?
Und was ist Glück überhaupt?
Philosophen stellen diese Fragen seit jeher, unzählige Glückratgeber versuchen sie zu beantworten. Wissenschaftler beobachten und testen Menschen, um dem Glück auf die Spur zu kommen. Und manche Menschen machen sich einfach auf die Suche nach ihrem persönlichen Glück.
Karin Schäfczuk aus Bayern
Die Frühpensionistin Karin Schäfczuk aus Bayern etwa hat ihr Glück im katholischen Glauben gefunden – der Partner, mit dem sie es teilen könnte, fehlt ihr aber noch. Deshalb macht sie sich mit vierzig anderen Singles auf eine Wallfahrt nach Padua. In der Basilika will sie den Heiligen Antonius, Schutzpatron der Suchenden, um Hilfe bitten. „Ich glaube immer noch an die große Liebe - der Heilige Antonius wird mein Herz öffnen und mir einen Mann schicken“, ist sie überzeugt.
Oliver Kruppas
Oliver Kruppas ungarische Adelsfamilie war einmal reich und hat dann alles verloren. „Glück und Pech liegen nah beieinander“, meinte der knapp vierzigjährige Taxiunternehmer aus Baden. Er trinkt gern guten Wein, raucht Zigarren und feiert das Leben, am liebsten mit Freunden. „Glück ist ein kurzes, prickelndes Gefühl – wie ein Orgasmus. Das kann man ja nicht lebenslang haben“, meint er.
Martina Six
Die Technikerin Martina Six sucht ihr Glück beim Malworkshop im Schloss Geras im Waldviertel. Auch im Murtal an der DELPHIakdemie stehen Workshops zum Thema „Glück“ am Seminarprogramm.
Braco aus Kroatien
Manchmal wird bei der Glückssuche auch ein wenig nachgeholfen. Dann besuchen manche Braco aus Kroatien. Er hat den gebenden Blick, sagt man. Nur durchs Schauen gibt Braco angeblich Kraft und sorgt für Glück im Leben. Angeblich. „Ich habe durch ihn wieder Kontakt zu meinem Sohn, den ich durch die Scheidung von meiner Frau fast verloren hätte“, freut sich der Schlosser Hans-Peter.
„Wer sagt, er sucht nach dem Glück, sucht eigentlich etwas anderes“, glaubt Manfred Rühl. Der Philosoph und Outdoortrainer aus Vorarlberg wagt die These, dass es eigentlich immer um die Liebe gehe. „Wer liebt, ist glücklich. Und wer geliebt wird, auch.“ Das meint auch Irmgard Underrain Trainerin und Coach aus Knittelfeld und ergänzt noch, dass auch oft „Freiheit“ ein wichtiges Thema ist um Glück zu erleben.
Reporterin Tiba Marchetti hat sich für die Sendung „Am Schauplatz“ auf die spannende Suche nach den besten Glücksrezepten gemacht.
Im Bild: Die Technikerin Martina Six beim Malworkshop im Schloss Geras im Waldviertel. Die Frühpensionistin Karin Schäfczuk aus Nürnberg singt auf ihrer Wallfahrt in der Hotelkapelle in Padua und der blaublütige Taxiunternehmer Oliver Kruppa in seinem Lieblingscafé, dem üppig-goldenen „New York“ in Budapest.
Fotocredit: ORF
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