Montag, 26. Juni 2017Aus dem Gespür für das Alte und der Bereitschaft zu Neuem ist ein Gesamtkunstwerk entstanden
In den fast 600 Jahren ihres Bestehens hat die Peterskirche in den Jahren 2016/17 die sechsten durchgreifenden Renovierungs-Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen erfahren. Dabei wurden mit dem Portikus, der Empore und den Bänken sehr moderne neue Akzente gesetzt, zugleich aber dem historischen Raum mit der Absenkung des Bodens auf das mittelalterliche Niveau oder der umfassenden Reinigung der Fresken aus dem 15. und frühen 20. Jahrhundert wieder zu authentischerer Wirkung verholfen.
Die Mitte des gesamten Kirchenraumes sollte nicht nur durch die Anordnung der Bänke sondern auch durch die besondere Form und Gestaltung des neuen Altars und des neuen Ambos deutlich werden. Beide sind auch außerhalb der Gottesdienste Symbol für Jesus Christus als Mitte der christlichen Gemeinschaft, innerhalb der Gottesdienste werden sie in der Eucharistiefeier zum „Tisch des Brotes“ und in der Verkündigung zum „Tisch des Wortes“, wie das II. Vatikanische Konzil dies genannt hat.
Der Altar als zylindrischer Block orientiert sich an der Darstellung im Schrein des Hochaltars, wo Jesus mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl an einem runden Tisch feiert.
Er ist – ebenso wie die schmale Stele des Ambo – aus Adneter Marmor und damit aus dem gleichen Material wie die Mensa des Hochaltars.
Auch die Gestaltung des Umfelds der Peterskirche ist grundlegend erledigt worden: die sanierte Stiege vom Stiftshof und gepflasterte Wege strukturieren das Gelände neu.
Das Gelingen eines solchen sehr komplexen Werkes hat viele Väter: An erster Stelle zu nennen ist die sensible und zugleich prägnante Kreativität der Architekten DI Peter Reitmayr und DI Ursula Markut und ihres Teams. Außerordentlich wertvoll war die Bereitschaft aller Firmenchefs sich auf ungewöhnliche Maßnahmen einzulassen, und die hohe fachliche Kompetenz ihrer Mitarbeiter. Wie immer war uns die hervorragende Kooperation mit dem Bundesdankmalamt in der Person von Landeskonservator Hofrat Dr. Christian Brugger eine große Hilfe.
Zur Abdeckung der nicht geringen Kosten der Renovierung der Peterskirche hat das Land Steiermark über Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer großzügige Hilfe zugesagt, Bundedenkmalamt und Revitalisierungsfond des Landes haben Beiträge geleistet. Wesentlich sind die Spenden und die Übernahme von Patenschaften seitens privater Sponsoren, und natürlich das erfreuliche Spendenaufkommen seitens des „Vereins der Freunde des Benediktinerstiftes“.
Spendenkonto der Freunde
Durch Benefizaktionen und laufende Spenden der Vereinsmitglieder unterstützt der „Verein der Freunde“ die Renovierung der Peterskirche
Verein der Freunde – „Peterskirche“: AT59 3823 8000 0200 3473
Patenschaften
Möchten Sie die Restaurierung der Peterskirche durch eine Patenschaft für einzelne Bauteile unterstützen und damit ein bleibendes Zeichen setzen? Es gibt einige konkrete Möglichkeiten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, wenn Sie sich dafür interessieren:
P. Gerwig Romirer: T: 03585 2305 22, vereinderfreunde@stift-stlambrecht.at
Restaurierung der Glasfenster
2 Apsisfenster á 4.500,-
2 kleine Fenster á 3.000,-
1 mittleres Fenster á 4.000,-
2 größere Fenster á 5.000,-
1 Apsisfenster á 4.500,- (bereits vergeben)
Neubau der Kirchenbänke
18 neue Bänke für den Kirchenraum und den Altarbereich pro Stück 2.500,-
Restaurierung der Gemälde und Fresken
3 Wandmalereien á 2.500,-
3 Deckenfresken á 1.500,-
Schriftbänder Triumphbogen 2.500,-
Gewölbefresken Apsis 15.000,- (bereits vergeben)
ALTARWEIHE & FEST ZUR WIEDERERÖFFNUNG DER PETERSKIRCHE
DONNERSTAG, 29. JUNI, 18.00
FESTGOTTESDIENST MIT ALTARWEIHE
Musikalische Gestaltung: Gem. Chor St. Lambrecht, Manfred Novak/Orgel, Bertl Mütter/Posaune
FEST ZUR WIEDERERÖFFNUNG DER PETERSKIRCHE
FREITAG, 30. JUNI, 15.00 BIS 23.00
Erklärungen zur Gestaltung der neuen Elemente kommen von Architekt DI Peter Reitmayr, Historisches zur bald 600jährigen Geschichte wird David Hobelleitner beisteuern. Den Kirchenraum musikalisch auf unterschiedliche Weise füllen werden die Grazer Kapellknaben (Leitung: Matthias Unterkofler), das Vokalensemble 3duljo (Christine Kociper/Sopran, Waltraud Obermayer/Mezzosopran, Gabi Eugen/Alt), Bertl Mütter/Posaune, Manfred Novak/Orgel und Monika Fahrnberger/Choral.
Kulinarische Köstlichkeiten bietet der Verein der Freunde an.
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