Dienstag, 17. Oktober 2017Leistungsangebot für die Region oberes Murtal steigt: LKH Murtal – Am Standort Stolzalpe nun auch Akutgeriatrie und Remobilisation
Eindeutig zu den Gewinnern des laufenden Reformprozesses im steirischen Gesundheits- und damit Spitalswesen gehört der Standort Stolzalpe des künftigen Spitalsverbundes LKH Murtal: Nicht nur, dass durch die Zusammenführung mit der Unfallchirurgie am Standort Judenburg das neue Fach Orthopädie und Traumatologie entsteht und so die Stolzalpe ihre stolze Tradition als Ausbildungsstandort für junge Ärztinnen und Ärzte weiterführen kann. Darüber hinaus wird das Angebot am Standort um eine Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/REM) erweitert, von der naturgemäß in erster Linie Patientinnen und Patienten aus der Region oberes Murtal profitieren werden.
Konkret wird die Einrichtung des neuen Departments bereits in Angriff genommen, Ziel ist eine Einrichtung mit vorerst 15 Betten, der Möglichkeit nach positiver Evaluierung auf 30 Betten aufzustocken, inklusive Erweiterungsmöglichkeit auf 38. Die Umsetzung sollte ohne wesentliche Investitionskosten möglich sein, da der Fortschritt in der Medizin eine gleichzeitige Reduktion der orthopädischen Akutbetten erlaubt.
Im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag wies Gesundheitslandesrat Christopher Drexler darauf hin, dass allein in den Jahren 2012 bis 2016 mehr als 15 Millionen Euro in den Standort Stolzalpe investiert wurden, davon knapp 10 Millionen in vier neue Operationssäle.
„Dazu kommt natürlich noch als wesentlichster Faktor, der Einsatz unserer hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Region. Für alle mit unbefristetem Vertrag gilt nicht nur die Arbeitsplatzgarantie der KAGes, nach meinem aktuellen Wissensstand muss auch niemand von Ihnen künftig pendeln. Unterm Strich kann man also ganz klar sagen, der Standort Stolzalpe ist nicht Vergangenheit sondern hat Zukunft!“
KAGes Vorstand Univ. Prof. Dr. KH. Tscheliessnigg hob vor allem die Bedeutung der auch für die Zukunft gesicherten Ausbildungsqualität hervor: „Durch die traumatologische Expertise am Standort Judenburg und die orthopädische am Standort Stolzalpe können wir auch in Zukunft in der Region eine wirklich gute Ausbildung gewährleisten. Und damit auch hier einen Beitrag dazu leisten, dass die steirische Bevölkerung auch in Zukunft gute Ärztinnen und Ärzte in ihren Spitälern hat!“
Prim. Walpurga Lick-Schiffer als medizinische Direktorin des LKH Stolzalpe zeigte sich vor allem „froh darüber, dass der Standort Stolzalpe im Verbundprojekt gesichert ist und auch künftig seinen Platz im Rahmen des großen Ganzen hat. Als großes Plus sieht sie die Aufrechterhaltung der abgestuften Traumaversorgung am Standort Stolzalpe um die regionale Bevölkerung auch weiterhin wohnortnahe zu versorgen. Primaria Lick-Schiffer ist sich sicher, dass die international renommierten Spezialisten der Stolzalpe auch zukünftig einen unverzichtbaren Beitrag in der Versorgung der steirischen Bevölkerung leisten werden, wenn es um orthopädische Fragestellungen geht. Sie sieht dabei die hohe fachliche Kompetenz, das große Engagement aller Mitarbeiter, die Bereitschaft den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen, interdisziplinär auf Augenhöhe miteinander die bestmögliche Lösung zu finden als die Bausteine, die auch in Zukunft den hervorragenden Ruf der Stolzalpe auch weit über die steirischen Grenzen hinweg, am Leben halten werden.
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