Mittwoch, 31. Januar 2018Seit Jahresbeginn sind die Krankenhäuser auf der Stolzalpe, in Judenburg und Knittelfeld zum LKH Murtal zusammengewachsen. Damit besitzt das Murtal einen hochspezialisierten Spitalsverbund mit unterschiedlichen Fachdisziplinen. Die Verbundlösung ermöglicht das Ausschöpfen zahlreicher Synergiepotenziale in wichtigen medizinischen, betriebsorganisatorischen und personellen Bereichen. Dies kommt letztendlich den Patientinnen und Patienten spürbar zugute. Dass der bislang gelebte Elan und Schwung bei der Zusammenführung auch in Zukunft den neuen Verbund beseelen wird, ist für die neue Anstaltsleitung ein wichtiger Schwerpunkt in ihrer Aufgabe.
„Der Murtaler Spitalsverbund hat Zukunft!“
Der junge Spitalsverbund LKH Murtal als Leitspital der Region ist ein klares Signal in Richtung Zukunft aller drei Standorte Judenburg, Knittelfeld und Stolzalpe. Eindeutig zu den Gewinnern des laufenden Reformprozesses im steirischen Gesundheits- und damit Spitalswesen gehört der Standort Stolzalpe des Spitalsverbundes LKH Murtal: Durch die Zusammenführung mit der Unfallchirurgie am Standort Judenburg entsteht das neue Fach Orthopädie und Traumatologie, das durch eine abgestufte Traumaversorgung am Standort Stolzalpe nun auch eine wohnortnahe Versorgung möglich macht.
Das medizinische Angebot am Standort Stolzalpe wird um eine Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/REM) erweitert. Diese stellt die ideale Ergänzung für das bereits bestehende Leistungsangebot an den drei Standorten dar, zumal dort Patientinnen und Patienten, die nach schweren Erkrankungen oder Operationen eine längere Erholungszeit benötigen, bestens versorgt und auf den häuslichen Alltag vorbereitet werden können. Vorerst umfasst diese Einrichtung 15 Betten, die nach positiver Evaluierung auf 30 Betten mit Erweiterungsmöglichkeit auf 38 Betten aufgestockt werden kann.
Der vergrößerte Spitalsverbund sichert zudem die hohe Ausbildungsqualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Durch die traumatologische Expertise am Standort Judenburg und die orthopädische am Standort Stolzalpe ist auch in Zukunft in der Region eine exzellente Ausbildung gewährleistet. Von dieser hohen Ärzteausbildungsqualität profitieren die steirische Bevölkerung und die steirischen Spitäler.
Statement: Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Michael Walter Jagoditsch
„Als wichtigste Ziele sehe ich die Versorgung von Patienten und Mitarbeitern.
Optimale Patientenversorgung braucht aus meiner Sicht neben einer entsprechenden räumlichen und apparativen Infrastruktur vor allem die Mitarbeiter/innen aller Bereiche und Berufsgruppen. Gerade im patientennahen Bereich kommt es dabei nicht nur auf eine adäquate medizinisch-fachliche Ausbildung an, sondern auch auf ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. Ein empathisches Gespräch kann oft sehr viel bewirken, wenn vielleicht auch nicht für die körperliche Genesung, so sicherlich für die seelische. Gelingt das, so ist die Zufriedenheit der Patienten/innen nahezu garantiert und der Grundstein für einen guten Ruf des LKH Murtal gelegt.
Die Qualität der medizinischen Versorgung sicher zu stellen, liegt im ärztlichen Bereich selbstverständlich in erster Instanz beim jeweiligen Abteilungsvorstand. Dem Ärztlichen Direktor kommt hier aber eine übergeordnete Rolle in gewissen Belangen zu. Besondere Schwerpunkte werden dabei die Ausbildung junger Kollegen/innen, egal ob in Basisausbildung, Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zum Facharzt, und die Fort- und Weiterbildung des ärztlichen Stammpersonals sein. Angesichts der höheren Herausforderungen durch die neue Ärzteausbildungsordnung sehe ich es als eine Kernaufgabe, die Kolleginnen und Kollegen dabei zu unterstützen und werde aber auch, wo notwendig, regulativ eingreifen. Das Gleiche gilt auch für die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes, zumal es gilt, bis 2021 die entsprechende personelle Ausstattung zu schaffen, um es auch in dieser dann geltenden strengsten Version einhalten zu können ohne Abstriche im medizinischen Angebot machen zu müssen.
Die Versorgung der Mitarbeiter bzw. die Sorge um sie wird ein weiterer Schwerpunkt in meiner Tätigkeit sein. Die KAGes ist ein guter Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter/innen in ein dichtes soziales Netz einwebt und schon allein mit der Arbeitsplatzsicherheit gerade in der heutigen Zeit einen wesentlichen Grundstein zur Mitarbeiterzufriedenheit legt. Und dies ist eine Grundvoraussetzung zur Motivation, die wiederum unmittelbar für die Leistungsbereitschaft und die Qualität des Ergebnisses verantwortlich ist. Daneben gilt es auch weitere motivierende Angebote, wie etwa die umfassende Möglichkeit zu Aus- und Weiterbildung, zu schaffen bzw. zu sichern und gleichzeitig Motivationskiller, wie z.B. chronische Arbeitsüberlastung zu vermeiden. Der respektvolle Umgang mit den Mitarbeitern/innen wird von diesen eins zu eins an unsere Patientinnen und Patienten weitergegeben. Gerade die Sorge um die Mitarbeiter/innen sehe ich daher als essentielle Aufgabe der Anstaltsleitung und ich will meinen Teil dazu beitragen.
Neben Qualität und Effizienz im medizinischen Bereich achte ich auch auf Wirtschaftlichkeit und, wo immer ohne Qualitätseinbußen möglich, Kosten zu optimieren. Dies betrifft sowohl die Bereiche der medizinischen Ge- und Verbrauchsgüter, Medikamentenkosten, medizin-technische Investitionen und Fremdleistungen.
Zu guter Letzt wird ein Schwerpunkt natürlich weiterhin in der Patientenversorgung liegen. Besonders in meinen Spezialgebieten der onkologischen und laparoskopischen Chirurgie möchte ich auch weiterhin tätig sein und vor allem junge Kollegen/innen darin ausbilden, damit auch in Zukunft die Versorgung der Bevölkerung in der Region sicher gestellt ist.“
Statement: Betriebsdirektorin Dipl. KHBW Sabine Reiterer, MSc, MBA
„Ich lege Wert darauf, dass in unseren Häusern eine gute Kooperationskultur gepflegt wird. Und unter Kooperationskultur verstehe ich eine transparente und bereichsübergreifende Kooperation. Jeder Mitarbeiter ist dazu eingeladen. Jeder Mitarbeiter, der mitarbeitet hat meinen Respekt.“
„Ein weiteres Ziel ist, die Notwendigkeit der Verwaltung mit überzeugenden Leistungen noch verständlicher und transparenter aufzuzeigen. Wenn klar wird, dass Verwaltung dient, weil sie Dinge professionell abwickelt, human und bewusst verwaltet, aber gleichzeitig auch Raum für Kreativität lässt – dann ist das sicher auch ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Klimas und trägt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis bei.“
„Ein weiterer Themenschwerpunkt wird die Harmonisierung der Abläufe in der Betriebsdirektion an allen drei Standorten in unserem neuen Verbund sein.“
„Weiterbildung ist mir wichtig! Ich betrachte es als einen meiner wichtigsten Arbeitsschwerpunkte, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freundlich, kompetent und lernwillig sind.“
„Ich werde gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür Sorge tragen, dass die Menschen weiterhin Vertrauen zu uns haben, weil sie spüren, dass wir unsere Aufgabe ernst nehmen.“
Statement: Pflegedirektor Akad. gepr. KH-Manager Harald Tockner, MBA
Aufbau Pflegemanagement NEU:
Aufbau eines Pflegedirektionsteams mit kompetenten Vertretungen an jedem Standort. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für Patientinnen und Patienten steht jederzeit eine Ansprechperson des oberen Pflegemanagements zur Verfügung.
Der Wissens- und Informationsfluss ist durch einen klar geregelten Kommunikationsplan festgelegt und ermöglicht so einen zeitnahen Transfer von Information Top Down, aber auch Bottom up. Zur Unterstützung wurde ein Dokumentationssystem entwickelt, dass der Pflegedirektion ermöglicht strukturiert Themen ohne lange Vorlaufzeiten abzuarbeiten.
Ziel ist es durch Einführung des „Walking Management“ Themen durch den Pflegedirektor oder seinen Vertretungen aus den jeweiligen Bereichen abzuholen und die Basis bei Entscheidungen in die Verantwortung zu nehmen, in dem man diese in den Entscheidungsprozess einbezieht.
Einsatz von PflegeexpertInnen :
Erfassen der MitarbeiterInnen mit speziellen pflegerelevanten Expertisen/Kenntnissen (Demenzthemen, Wundmanagement, Diabetes Care, Pflegedokumentation, Aromapflege…..) und nutzen dieses Wissens für interne Fortbildungsveranstaltungen und Konsiliartätigkeiten in den jeweiligen Bereichen des Verbundes.
Bildung von Arbeitsgruppen, um spezielles Pflegewissen mit MultiplikatorInnen im Verbund zu etablieren.
Aufbau von PflegeexpertInnen im Bereich der Akutgeriatrie am Standort Stolzalpe, um den neuen Anforderungen der neuen Abteilung gerecht zu werden.
Mitwirkung bei der Umsetzung des kagesweit laufenden Projektes „Umsetzung GUKG – Novelle NEU“, um den Anforderungen der Zukunft und dem demographischen Wandel zu entsprechen. Wertschätzende interdisziplinäre Kommunikation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe, um organisatorische Prozesse und Abläufe effizienter und effektiver zu gestalten.
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