Donnerstag, 19. April 2018„Was hilft mir, wenn es stürmt?”
Vergangene Woche, fand das vorläufig letzte Referat aus der Reihe „Familie heute“ statt. Diese Vortragsreihe war ein Gesundheitsprojekt der Stadtgemeinde Knittelfeld und PSN (Psychosoziales Netzwerk GmbH).
Bei dieser Informationsveranstaltung ging es um ein mittlerweile sehr häufig gewordenes Thema, nämlich die Unterstützung von Kindern nach einer Trennung oder Scheidung der Eltern. Die Referentin, Monika Schlacher-Pirker erklärte auf verständliche Weise was in einem Kind vorgeht wenn es einen Elternteil mehr oder weniger „verliert“.
Persönlichkeit, Alter, Umfeld und Ressourcen der Kinder
Der Ablauf und das Verhalten der Kinder und Jugendlichen bei einer Trennung ist sehr stark von folgenden Faktoren geprägt: Persönlichkeit, Alter, Umfeld und Ressourcen. Denn je nach Alter des Kindes bezieht es die Trennung immer auf sich selbst.
Schwer wird es auch wenn ein sogenannter Loyalitätskonflikt entsteht. Also die Frage, „zu wem halte ich?“. Hierbei sollte man den Nachwuchs immer darin bestärken, Kontakt zu beiden Elternteilen zu haben und den Partner nicht vor dem Kind schlechtzureden. Je nach Persönlichkeit des betroffenen Sprösslings sollte man auch das Selbstwertgefühl stärken.
Kinder und Jugendliche reagieren oft sehr stark auf solche Veränderungen, zum Teil sogar aggressiv. Daher ist es ganz wichtig dem Kind oder Jugendlichen altersgerechte Informationen und die Möglichkeit zu bieten, Fragen zu stellen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch Verständnis dem Unmut und Ärger des Kindes gegenüber. Kinder durchleben bei der Trennung der Eltern einen gewissen Trauerprozess. Sie sollten also die Möglichkeit haben, ihre Trauer auszudrücken
Bildtext: Sozialpädagogin Susanne Stromberger,Referentin Monika Schlacher-Pirker und GRinAnica Lassnig
Foto: Stadtgemeinde Knittelfeld
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