Donnerstag, 19. Juli 2018500 Tonnen Müll müssen Jahr für Jahr händisch gesammelt werden
Jedes Jahr landet tonnenweise Müll auf den Autobahnen und Schnellstraßen. Achtlos „entsorgte“ Getränkedosen und Zigaretten sind dabei nicht nur ein Ärgernis für Lenkerinnen und Lenker, sondern können zu gefährlichen Wurfgeschoßen werden. „Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, sagt ASFINAG Geschäftsführer Josef Fiala. Rund 500 Tonnen dieses achtlos entsorgten Mülls sammeln die ASFINAG Mitarbeiter in der Steiermark und in Kärnten jährlich händisch wieder auf. Geschäftsführer Fiala: „Die Müllentsorgung kostet jedes Jahr nur in diesen beiden Bundesländern immerhin mehr als drei Millionen Euro.
Alles was per Hand eingesammelt und entsorgt wird, lässt die Kosten steigen.“ Für die richtige Entsorgung des Mülls stehen österreichweit auf den 50 ASFINAG Rastplätzen und 90 Raststationen ausreichend Mistkübel und Container zur Verfügung. 2017 hat die ASFINAG in Südösterreich mehr als 2.000 Tonnen Müll entsorgt und dafür drei Millionen Euro ausgeben müssen. In ganz Österreich fielen in Summe 6.760 Tonnen Müll an, die Entsorgungskosten beliefen sich auf etwas mehr als zehn Millionen Euro.
Phänomen Mülltourismus
Auch wenn der größte Teil des Mülls ordnungsgemäß in dafür vorgesehenen Mistkübeln und Containern landet, kämpft die ASFINAG gegen den sogenannten „Mülltourismus“. Vor allem alte Autoreifen und Bauschutt werden immer wieder auf den Rast- und Parkplätzen abgeladen. Aber auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke oder Türen müssen von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien unter großem Aufwand weggeräumt werden.
Regionale Daten Steiermark und Kärnten
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Bundesland
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Menge 2017 [t]
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Kosten 2017
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Steiermark
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1.329
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1,98 Millionen Euro
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Kärnten
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711
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1,06 Millionen Euro
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Summe
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2.040
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3,04 Millionen Euro
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