Montag, 22. April 2019Der Klimawandel mit seinen unübersehbaren Auswirkungen durch Katastrophen, bzw. durch die Massenvermehrung von Schädlingen stellt für Bewirtschafter des Waldes eine der großen Herausforderungen dar. Klimaprognosemodelle gehen in den nächsten 50 Jahren, also bis etwa 2070, von einer Klimaerwärmung bis zu 4° Celsius aus. Tritt das ein, wird der Wald mit diesen Klimabedingungen fertig werden müssen. Und auf diese massive Klimaveränderung sollten Forstfachleute bereits heute reagieren – nämlich durch Bepflanzung mit klimafitten Baumarten. Es wird vermehrt auf Mischwald zu setzen sein! Und die Lärche ist eine jener Baumarten, die der Klimaerwärmung die Stirn bietet. So die einleitenden Worte im Leitfaden zur Bewirtschaftung „DIE LÄRCHE IM BEZIRK MURAU“ von DI Michael Luidold Forstdirektor des Landes Steiermark.
Rund 81 % der Fläche des Bezirkes Murau werden land- und forstwirtschaftlich genutzt, etwa 70 % davon sind Ertragswald – 78.480 von 112.114 Hektar. Charakteristisch für den Wald der Region ist der hohe Anteil an Lärche, weswegen Murau zu den lärchenreichsten Regionen Mitteleuropas zählt.
Die Lärche ist im Bezirk Murau bereits im Leader-Projektzeitraum 2007 bis 2013 im Mittelpunkt gestanden – im Rahmen von „Lärche offensiv“ sind umfangreiche Förderprojekte umgesetzt worden. Damit ist die Wichtigkeit der Lärche für den Bezirk klar. Ein Schwerpunkt ist in der Forcierung der Bewirtschaftung von Lärchenwäldern gelegen.
Im Zuge des Lärchenprojektes, das in den letzten Jahren gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur in Wien umgesetzt wurde, hat man Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Lärche im Bezirk Murau gesammelt. Unterschiedliche Arten der Waldbewirtschaftung wurden analysiert. Das Ergebnis kann sich nun sehen lassen: ein Leitfaden zur Bewirtschaftung der Lärche unter verschiedenen Bedingungen wurde erstellt.
Praxisorientiert und gut umsetzbar hat der Leitfaden schon großes Interesse bei den WaldbesitzerInnen geweckt. Den Leitfaden gibt es übrigens kostenlos in der Bezirkskammer Murau, in der Bezirkshauptmannschaft (Forstreferat) und in der Holzwelt Murau.
Auch als Download steht diese interessante Broschüre hier zur Verfügung:
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