Dienstag, 16. Juli 2019Ein Konzertereignis zwischen Poesie und politischem Scharfsinn. Seine Lieder und Texte sollen zum Nachdenken und Handeln bewegen.
Konstantin Wecker, der Münchner Liedermacher, Sänger und Autor gastierte am Sonntag im Rahmen des Kulturfestivals „Judenburger Sommer“ im restlos ausverkauften Veranstaltungszentrum in Judenburg. Begleitet von Pianist und langjährigem Freund Jo Barnikel bot der 72-Jährige einen geradezu familiären, freundschaftlichen Musikabend – und wurde seinem Ruf nach einer herrschaftsfreien und gewaltfreien Gesellschaft mit politischem Scharfsinn ganz und gar gerecht. Wecker spricht vor vollem das aus, was sich sonst keiner zu sagen traut und genau für diese Ehrlichkeit wird er von seinem treuen Publikum so geliebt. Seine Texte sind nach 40 Jahren aktueller denn je, denn aus ihm spricht ein engagierter Mahner für Frieden, Antifaschismus und sozialer Gerechtigkeit.
Wecker ermutigt auch als einer der kritischsten Geister der deutschsprachigen Musikszene die Konzertbesucher mit seinen Worten und Liedern nicht nur Mitläufer zu sein, sondern den Mut zu haben sich mit dem politischen Tagesgeschehen kritisch auseinander zu setzen. Eindringlich warnt der bekennende Pazifist vor der Gefahr, die seiner Meinung nach von rechtspopulistischen Parteien ausgehe. Zudem spricht er sich ausdrücklich für die Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer aus. Kurz vor seinem Auftritt erklärt Wecker. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die offenen und friedvollen Demokraten in der Mehrheit sind. Nur sie sind oft zu leise.“
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