Dienstag, 23. Juni 2020Letztes Jahr hat die Holzwelt Murau das Forschungsinstitut HyCentA mit der Studie „Wasserstoffregion Murau“ beauftragt. Fazit: „Murau bietet sich als Region besonders für die Umstellung auf eine autarke Wasserstoffregion an“. Durch die Überschüsse an erneuerbarer Energie und die Möglichkeit, diese in Form von Wasserstoff speichern zu können, wurden anhand unterschiedlicher Anwendungsfälle die Potentiale zur Umstellung in der Region evaluiert. Ein großes Umstellungspotential bietet im Besonderen die Murtalbahn, die in naher Zukunft auf emissionsfreie Antriebskonzepte umgestellt werden soll.
In der Region Murau wird mehr als 3 x so viel Strom produziert als aktuell verbraucht wird. Über den Jahresverlauf gibt es Phasen, in denen große Mengen an Stromüberschüssen produziert wird, während es vor allem in den Wintermonaten auch in Murau Zeitspannen gibt, in denen Strom von außen zugeführt werden muss. Für eine 100% -Versorgung des Stromnetzes braucht es Möglichkeiten, Strom in Zeiten des Überschusses zu speichern und bei Bedarf wieder bereit stellen zu können.
Die Wasserstoff-Technologie ist eine sehr gute Möglichkeit, aus grünem Strom Wasserstoff herzustellen, diesen zu speichern und bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Gerade im Schwerlastverkehr kann dieser Wasserstoff gut für umweltschonende Mobilität eingesetzt werden. Die Murtalbahn, die in den nächsten Jahren von Diesel auf eine umweltschonenden Antriebstechnologie umgestellt werden soll, wäre eine sehr sinnvolle Anwendungsmöglichkeit für Wasserstoff.
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