Dienstag, 2. Februar 2021Um die Vielfalt der heimischen Natur zu erhalten hat das Land Steiermark einen neuen Biodiversitätspreis gestiftet. Auch im Murtal und Murau gibt es sicher viele preiswürdige Initiativen!
Bis 31. März 2021 können Projekte, die 2019 oder 2020 umgesetzt wurden oder gerade in der Umsetzung sind, in verschiedenen Kategorien eingereicht werden. Zusätzlich wird ein Ehrenpreis an eine lange und besonders engagierte Person verliehen. Vorschläge für diese Kategorie können eingebracht werden.
Der Biodiversitätspreis des Landes Steiermark wird ab 2021 jährlich rund um den Tag der Biodiversität am 22. Mai vergeben - an Projekte, Menschen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und mehr, die sich um den Schutz der Biodiversität besonders engagiert/verdient gemacht haben. Die GewinnerInnen erhalten ein Preisgeld von jeweils 2.500 Euro.
„Biodiversität“...
… ist der Ausdruck für Vielfalt unterschiedlichster Lebensformen. Dazu zählt nicht nur die Zahl an Pflanzen-, Tier- oder anderen Arten von Organismen, sondern auch die Vielfalt innerhalb von Arten sowie die Mannigfaltigkeit an Lebensräumen, in der Biodiversität in großem Reichtum gedeihen kann. Ziel dieses Preises ist es, Projekte zu würdigen, die zur Erhaltung und Förderung von Biodiversität dienen.
Die Sieger jeder Kategorie werden von einer fachkundigen Jury gekürt und erhalten jeweils ein Preisgeld von € 2.500,--, das vom Land Steiermark gemeinsam mit Honorarkonsulin Marianne und Wilhelm Graf zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie sich mit einem Projekt bewerben oder eine Person für den Ehrenpreis nominieren möchten, finden Sie alle 4 Kategorien:
Kategorie 1
Einzelpersonen und Bürger Initiativen
- Erhalt von alten Gemüsesorten im eigenen Hausgarten
- Bewusstseinsbildung durch die Weitergabe von traditionellem Wissen über die Wirkungen und Eigenschaften von alten Nutztierrassen bzw. Nutzpflanzen
- Bewusstseinsbildung durch die Weitergabe von traditionellem Wissen bei der Nutzung von Wildpflanzen bzw. alten Kultursorten
- Regenwassermanagement im selbst organisierten Wohnbereich oder bei gemeinschaftlich genutzten Kleingärten
- Initiativen zum Erhalt von für die Biodiversität schutzwürdigen Lebensräumen (Wiesen, Parkanlagen etc.) im privaten Umfeld
Kategorie 2
Bildungseinrichtungen
(Kindergärten, Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Erwachsenenbildung)
- Bildungsschwerpunkte und aktiv umgesetzte Initiativen in Kindergärten und Volksschulen zum Thema Schutz, Erhalt und Förderung von Biodiversität
- Maßnahmen an Schulen die der Förderung von Biodiversität dienen (z.B. Anlage von Naschhecken mit heimischen, standorttypischen Gehölzen, Aufstellen von“ Käferwiegen“ für gefährdete Insektenarten etc.)
- Entwicklung von technischen Innovationen an Universitäten die dem Schutz der Vielfalt in der Natur bzw. dem Naturschutz dienen
- Ausbildungsangebote im Bereich „Schutz von Biodiversität“ durch Bildungsanbieter
- Bildungs- und Informationsmaterialien auf allen Ebenen zum Thema „Vielfalt des Lebens“
Kategorie 3
NGO's, Vereine, Gemeinden, Körperschaften öffentlichen Rechts
- Ökologisierung vom öffentlichen Raum in Gemeinden
- Initiativen zum Schutz von einzelnen gefährdeten Arten durch Gemeinden, NGO´s etc.
- Initiativen zum Schutz vor der Versiegelung von Boden
- Initiativen zur Müllvermeidung und Reduktion von Plastik
- Erhalt und Management von naturschutzfachlich hochwertigen aber gefährdeten Lebensräumen
- Initiativen zum Schutz vor invasiven Neobiota
Kategorie 4
Gewerbliche bzw. landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen
- Initiativen zum Erhalt von Almen, Bergmähdern, Steuobstbeständen und anderen extensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen
- Projekte die dem Schutz der Bodenlebewesen auf land – und forstwirtschaftlich genutzten Flächen dienen (z.B. in Christbaumkulturen)
- Schaffung und Schutz von Arbeitsplätzen durch Initiativen die dem Erhalt von Biodiversität dienen
- Initiativen auf Gewerbeflächen die aktiv Biodiversität fördern (z.B. Anlegen von Blühflächen für blütenbesuchende Insekten, Anlage von Totholzinseln für Totholzbewohner etc.)
- Projekte die etwa durch Anreicherung von Totholz und durch die Erhöhung der Vielfalt der Baumzusammensetzung einen Beitrag zum klimafitten Wald leisten
Nähere Informationen >>> Unter dem Link finden Sie die Ausschreibungsunterlagen des Preises.
Die Einreichphase endet am 31. März 2021.
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