Donnerstag, 17. Juni 2021Er war über Jahre Tourismuschef im Raum Murtal und pflegt seine Netzwerke bis ins hohe Alter. Müde ist Hans Köstner mit seinen 80 Jahren noch lange nicht.
Hans Köstner der frühere Murtaler Tourismuschef und ambitionierte Netzwerkpersönlichkeit wurde am 16. Juni 80 Jahre. Egal ob im Winter auf Skiern, im Sommer auf dem Fahrrad oder Motorrad oder schon wieder mit neuen Projekten im Kopf die seine Augen zum Funkeln bringen - zur Ruhe setzen kommt für Hans Köstner noch lange nicht in Frage.
Köstner war im ehemaligen Konsum-Konzern für den Bereich Sport zuständig, knüpfte damals schon erste Kontakte und baute so sein Netzwerk kontinuierlich auf und sammelte Erfahrung mit Großveranstaltungen. Er übernahm den Tourismusverband in seiner Heimatgemeinde Fohnsdorf. Dann kam der Ruf des Landes, die Region Aichfeld touristisch unbearbeitet war aufzupäppeln, sagt Köstner. Zunächst hieß dieser Verband Freizeitarena Oberes Murtal, später wurde er zur Urlaubsregion umbenannt.
Das Markenzeichen des einstigen Skilehrers ist sein schneeweißes Haar, das ihn schon seit den späten 1980er Jahren begleitet. Viele Projekte hat er im Laufe der Jahrzehnte erfolgreich injiziert und umgesetzt, egal ob in der Region oder darüber hinaus, Hans Köstner hatte stets seine Finger im Spiel. In den Anfängen des Österreichringes in Zeltweg übernahm er die Pressebetreuung und kämpfte später mit vielen namhaften Persönlichkeiten für die Wiederbelebung des Ringes. Er ist Gründer der Tour de Mur und war maßgeblich daran beteiligt, dass 1997 die erste Flugshow nach Zeltweg kam. Auch 2002 bei der Hubschrauber-WM in Aigen und 2004 beim mitteleuropäischen Katholikentag in Mariazell war er tonangebend involviert.
Alleine sind wir stark aber gemeinsam sind wir unschlagbar!
Ohne persönliche Kontakte ist es schwer große Projekte umzusetzen. Wo andere den mühsamen Weg durch die Instanzen beschreiten, marschiere ich kerzengerade in die Büros von Politikern, Beamten und Unternehmern. Die ehemalige Landeshauptfrau Waltraud Klasnic hat einmal gesagt, so Köstner: "Gebt dem Köstner, was er will, weil wenn die Tür zu ist, kommt er durch die Mauer." So erreicht er da eine Genehmigung, dort eine stattliche Fördersumme oder stellt einfach Sponsor Gelder für diverse Projekte auf.
Nach wie vor setzt er sich für die Region ein.
Die Augen des ehemaligen Touristikers der Region funkeln noch immer, wenn er über diverse Ideen und Vorhaben spricht. In den letzten Jahren hat sich der immer umtriebige Hans Köstner in den Kopf gesetzt, die Mur touristisch zu nutzen. 2018 fand die erste „ Mur Challenge“ - der internationale Kanu und Kajak-Marathon über 45 km - die er mit verschiedenen Wassersportclubs ins Leben gerufen hat, von Großlobming bis nach Leoben statt. Mittlerweile fand die "Mur-Challenge" schon zum dritten Mal statt. "Die Mur ist ein öffentlicher Raum, der ungenutzt ist, da schlummert ein Riesenpotenzial", ist Köstner überzeugt. Von der Idee bis zum Geldauftreiben von Sponsoren nimmt er immer alles selbst in die Hand: "Ich suche mir immer die richtigen Partner dazu, denn nur so können Projekte erfolgreich umgesetzt werden."
Köstner ist Gründer des Netzwerkes "Freunde für Freunde"
Der Grundstein für die heutige Initiative wurde von Hans Köstner, Freddy Wascher und Karl Wiegisser mit einigen Partnern im Jahr 2012 gelegt. Aus einem engeren Kreis von zehn Personen sind nach neun Jahren rund 90 Mitglieder, bestehend aus Wirtschaftstreibenden und Führungskräften, geworden. Während dieser Zeit gab es 36 Treffen. Corona bedingt gab es in der Zwischenzeit 4 weitere Treffen via Zoom. Im Rahmen des 35. Meetings hat Hans Köstner seine Führungsfunktion an Thomas Feier übergeben. Ein Netzwerker bleibt Hans Köstner auch ohne offizielle Funktionen, nach dem Motto: „Einmal Netzwerker immer Netzwerker.“
Fotocredit: WOCHE Murtal/Pfister
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