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Pilotprojekt Photovoltaik an Lärmschutzwänden

Pilotprojekt Photovoltaik an LärmschutzwändenFreitag, 24. September 2021

Die ASFINAG setzt bereits seit Jahren auf erneuerbare Energie durch Photovoltaikanlagen, in erster Linie für den Eigenbedarf. Der nächste große Schritt der ASFINAG in Sachen Klimaschutz ist die Nutzung der Lärmschutzwände an der Autobahn als Solarkraftwerk der Zukunft. Zentraler Vorteil: Die Energiegewinnung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.

Bei der Anschlussstelle Laxenburg auf der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße startet die ASFINAG ab sofort ein „Photovoltaik-Testfeld“. Sieben unterschiedliche Systeme werden getestet.  Das erste System ist bereits installiert. Bis voraussichtlich Ende Oktober 2021 werden alle sieben Anlagentypen entlang des 70 Meter langen Testfelds montiert.

Die ASFINAG hat bereits vor vielen Jahren erste Versuche mit Photovoltaikanlagen auf Lärmschutzwänden umgesetzt. Die technischen und auch wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für derartige Anlagen haben sich in den vergangenen Jahren massiv verbessert. Daher testet die ASFINAG nun in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium (BMK) und der IÖB, der Servicestelle für innovationsfördernde öffentliche Beschaffung, neue innovative Möglichkeiten Lärmschutz mit Energiegewinnung zu kombinieren.

Das Testfeld wird nach einem rund einjährigen Betrieb darüber Aufschluss geben, wie die der Strecke abgewandten Photovoltaik-Module den Anforderungen des Autobahnbetriebs gerecht werden, etwa im Hinblick auf Reinigung und Wartung.          

Pilotprojekt Photovoltaik auf Lärmschutz
Das gesamte Testfeld umfasst mehr als 100 Photovoltaik-Paneele. Mit diesem werden maximal rund 45.000 Kilowattstunden „grüner“ Strom pro Jahr produziert. Das entspricht einer Versorgung von bis zu elf durchschnittlichen Haushalten. Der im Testfeld erzeugte Strom fließt jedoch zu 100 Prozent direkt in die Sicherheitsausrüstung der rund 16 Kilometer langen südlichen S 1 (Vösendorf bis Schwechat).
Während des einjährigen Testbetriebes evaluiert die ASFINAG zusätzlich zur energie- und lärmtechnischen Eignung der Anlagen, auch die Einflüsse durch den Autobahnbetrieb. Dabei geht es in erster Linie um Punkte wie Schneeräumung, Salzstreuung sowie Erschütterungen oder um die Blendwirkung durch Lichtreflektionen. Nicht zuletzt sind auch Aspekte wie die Zugänglichkeit für die Reinigung, Grünschnitt und die regelmäßige Wartung wichtig.
Die ASFINAG stellt für dieses Testfeld eine Investition von 250.000 Euro bereit.
Aktuell gibt es auf den mehr als 2.200 Autobahn- und Schnellstraßen-Kilometern beidseitig und punktuell in der Fahrbahnmitte Lärmschutzwände. Diese haben in etwa einer Länge von 1.400 Kilometern. Im Zuge dieses Pilotprojektes erhebt die ASFINAG auch, in welchen Bereichen es überhaupt möglich ist eine Kombination Lärmschutz/Photovoltaik sinnvoll umzusetzen.

32 Projekte bei IÖB Challenge eingereicht
In Kooperation mit dem Klimaschutzministerium und der IÖB, der Servicestelle für innovationsfördernde öffentliche Beschaffung, wurde ein Wettbewerb zur Kombination von Lärmschutz und Photovoltaik gestartet. Ziel war es, unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen der ASFINAG, eine innovative Lösung zur Nutzung von Photovoltaikanlagen ohne zusätzlicher Flächenversiegelung zu finden.

Insgesamt wurden 32 Projekte eingereicht. Eine Jury aus fünf Expertinnen und Experten wählte sieben Lösungen für das ASFINAG-Pilotprojekt aus.

Fotocredit: Asfinag


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