Mittwoch, 13. Oktober 2021Die Zellstoff Pöls, ein Steirischer Leitbetrieb und Global Player mit Fokus auf Nachhaltigkeit, lud am 12. Oktober zu einer Pressekonferenz, um auch einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.
Durch Investitionen von über 600 Mio. Euro in den Standort Pöls konnte die Zellstoff Pöls AG in den vergangenen 20 Jahren die Kapazitäten massiv ausbauen: von 300.000 auf 460.000 Tonnen im Bereich Zellstoff und durch den Bau zweier hochmoderner Papiermaschinen von 13.000 auf 200.000 Tonnen im Bereich Kraftpapier. Gleichzeitig ist die Zellstoff Pöls AG mittlerweile einer der größten Energielieferanten der Region und bietet über 500 Arbeitsplätze.
„Wir sind ein hochinnovatives Unternehmen, ein Arbeitgeber für die Zukunft", so COO Werner Hartmann und CFO Ingrid Gruber, die seit Mai den Betrieb mit seinen 500 Mitarbeitern gemeinsam führen. Vielen in der Region ist gar nicht bewusst was wir hier alles produzieren.
Zellstoff Pöls AG ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region, entwickelte sich in den vergangenen Jahren vom vorwiegend europäischen Zulieferer von Papier und Zellstoff zu einem echten Global Player und Weltmarktführer im Bereich Papier für Verpackung. Das neue Vorstandsteam legt den Fokus auf Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen - im Mittelpunkt steht die CO2-Neutralität, die nicht nur die Zukunft des Unternehmens, sondern auch die Lebensqualität in der Region absichern soll.
Neues Vorstandsteam mit großen Zielen
Für das neue Vorstandsteam - COO Werner Hartmann und CFO Ingrid Gruber – ist das Thema Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen besonders wichtig. „Wir Pölser sind ja schon seit langem energieautark, der gesamte elektrische und ein Großteil des thermischen Energiebedarfs für den Herstellungsprozess kann zur Gänze durch Eigenerzeugung abgedeckt werden.“, so Werner Hartmann. Die Wertschöpfungskette des Rohstoffs Holz - hauptsächlich Durchforstungsholz und Sägerestholz aus heimischen Wäldern - wird optimal ausgenützt: in der Zellstoff- und Papierproduktion wird er zuerst stofflich und erst danach energetisch mit einem sehr hohen Wirkungsgrad verwertet. Ingrid Gruber: „Wir verwenden Holz nicht nur für die Erzeugung hochwertiger Produkte, sondern nutzen den Erzeugungsprozess auch für die Energiegewinnung.“
So überlassen wir in Sachen Klimaschutz nichts dem Zufall - im Gegenteil. Wir nutzen die bei der Zellstoffproduktion entstehenden Energien und Reststoffe und klären Rückstände restlos. Wir betreiben eine biologische Kläranlage, in die alle Gemeinden bis Hohentauern ihr Abwasser einleiten. Tallöl ist ebenfalls ein Produkt der Zellstoffproduktion und wird zur Herstellung für Seifen, Klebstoff oder in der Kautschukproduktion eingesetzt. Terpentin findet in der Kosmetikindustrie Verwendung und ist neben Tallöl ein weiteres Produkt der Zellstoffherstellung.
Einer der größten Energielieferanten in der Region
Die Zell Stoff Pöls ist neben der Zellstoffproduktion einer der größten Energielieferanten der Region. Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse sorgen für so viel Überschussenergie, dass man damit rund 20.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgen kann. „So sind wir gerade dabei unser altes Wasserkraftwerk direkt am Werksgelände auf den neuesten Stand zu bringen“, so Siegfried Gruber, Head of Project Engineering. „Wenn wir laufen, sind wir energieautark“, erzählt Gruber. Der gesamte elektrische und ein Großteil des thermischen Energiebedarfs wird dann per Eigenerzeugung abgedeckt, nur wenn Anlagen, beispielsweise nach Wartungen, hochgefahren werden, braucht es zusätzliche Energie. Wärme, die früher einmal über die Schornsteine entfloh, wird seit 2012 in ein Fernwärmenetz eingespeist und über eine 23 Kilometer lange Leitung bis Knittelfeld verteilt. Abnehmer sind 15.000 Haushalte, Therme Fohnsdorf, Arena, HTL Zeltweg ebenso Betriebe wie Voestalpine und Sandvik.
Fotocredit: murtalinfo
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