Dienstag, 8. März 2022Einmal im Jahr am 08. März 2022 stehen die Rechte von Frauen im Vordergrund
Jedes Jahr steht der Frauentag unter einem bestimmten Motto. Das Motto der UN für den Weltfrauentag 2022 lautet „Break the Bias.“ Auf Deutsch bedeutet das so viel wie: „Stoppt die Voreingenommenheit“. Es geht also darum, Stereotypen Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen zu durchbrechen und dadurch für mehr Gleichberechtigung zu sorgen.
Veranstaltung zum Internationalen Frauentag sind auch heute noch so wichtig!
Obwohl der Internationale Frauentag heute breites öffentliches Interesse erfährt, sind die Anliegen, die zur Entstehung dieses Tages geführt haben, in wichtigen Bereichen noch immer nicht umgesetzt. Das Frauenwahlrecht wurde zwar erreicht, aber ein Blick auf die Liste der Forderungen der ersten österreichischen Demonstration im Jahr 1911 zeigt, dass noch viel zu tun ist. Deshalb ist der Aktionstag für die Rechte der Frauen – leider – auch nach über 100 Jahren mehr als aktuell.
Seit wann gibt es den Internationalen Frauentag? Herkunft und Geschichte
Initiiert wurde der Weltfrauentag im August 1910 von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin auf dem zweiten Kongress der sozialistischen Internationale in Kopenhagen. Zum ersten Mal forderten dann am 19. März 1911 mehr als eine Million Menschen in Deutschland, Österreich-Ungarn, Dänemark und der Schweiz, dass Frauen Ämter bekleiden und wählen dürfen. Außer in Finnland waren zu diesem Zeitpunkt nirgends in Europa Frauen zur Wahl zugelassen.
Ist das gerecht?
Der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, macht auf den bestehenden Gender-Pay-Gap aufmerksam und wird in zahlreichen Ländern an unterschiedlichen Tagen begangen. Der Aktionstag markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern.
Leider ist es immer noch so, dass Frauen und Männer ungleich entlohnt werden. Aktuell liegt die Einkommensdifferenz in Österreich, der viel zitierte Pay Gap, im Durchschnitt bei 12,7 %. Umgerechnet sind das abgerundet 46 Arbeitstage, die Frauen kostenlos arbeiten, oder anderes ausgedrückt: circa jedes 8. Jahr.
Diese Differenz ist keine Schätzung, sie beruht auf dem Einkommensbericht der Statistik Austria, also durchaus valide.
Fotocredit: murtalinfo
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