Montag, 25. April 2022Über 9.500 freiwillige Stunden für Überwachung von Natur und Umwelt geleistet
Im GH Hammerschmied in Ranten versammelten sich am Samstagvormittag, (23.4.) eine Vielzahl der im Bezirk Murau tätigen Mitglieder in der Berg- und Naturwacht. Umrahmt wurde die Tagung von einer Musikgruppe mit Willi Bischof aus Rinegg. Bez. Einsatzleiter Johann Tanner aus Murau konnte dazu auch Vizebgm. von Ranten Markus Spreitzer, Landtagspräsidentin Manuela Khom, BH-Hofrat Florian Waldner und Landeseinsatzleiter Fritz Unterweger sowie Josef Pirker als Vertreter der Naturfreunde begrüßen.
Viele Aufgaben sind zu erfüllen
Im Bezirk Murau gibt es 12 Ortseinsatzstellen mit 202 vereideten Berg- und Naturwächtern, 22 sind Gewässeraufsichtsorgane, 29 sind in Ausbildung, 11 Mitglieder sind Schlangenbeauftragte, 14 für Motorsportveranstaltungen zuständig, 2 abfallkundige Organe und 2 ausgebildete Baumkontrollohre sind im Team der Berg- und Naturwacht. An Aufgaben fehlt es nicht für die Frauen und Männer im Bezirk Murau: 10 Naturschutzgebiete, 10 geschützte Landschaftsteile, 39 Naturdenkmäler davon 34 Bäume, 5 Klamm in Predlitz und St. Lambrecht, Günster- und Fischsee Wasserfall du Gletscher, 4 Landschaftsschutzgebiete – Furnterteich, Grebenzen, Sölkpass – Schladminger Tauern, Wölzer Tauern, 4 geschützte Höhlen – Puxerloch, Bischofsloch, Gletscherhöhle und Wildes Loch, 10 Europaschutzgebiete – Natura 2000 Gebiete, zudem zählt die Kennzeichnung der Schutzgebiete, Nitrat Aktionsprogramm Verordnung und Schutz der fließenden und stehenden Gewässer zu den Aufgaben der Naturschützer.
Mehr als 9.500 Einsatzstunden ehrenamtlich
Obwohl Corona an 35 % weniger Veranstaltungen, Dienstbesprechungen, Einsätze und Projektarbeiten mit sich brachte, es waren dennoch über 9.500 Einsatzstunden, die aufgebracht wurden, zudem wurden dafür fast 22.900 km mit eigenem Auto zu den Einsatzorten gefahren. Im Vergleich dazu waren es 2019 noch 14.500 Stunden und 41.650 km. Letztes Jahr hat jeder der Bergwächter 51 Stunden bzw. 6,4 Manntage pro Jahr ehrenamtlich im Dienste von Schutz der Natur und Umwelt geleistet.
Bez. Einsatzleiter gab Einblick auf die Schwerpunkte im Arbeitsprogramm: Begehungen von Naturschutzgebieten mit Überwachungskontrollen, Artenschutz, jährliche lückenlose Begehung der Landschutzgebieten, geschützten Landschatzsteilen, Überprüfung von Naturdenkmälern, Umsetzung behördlicher Aufträge, Aus- und Weiterbildung und Ausbildung von Anwärterinnen und Anwärter.
Feierliche Angelobung von neuen Berg- und Naturwächtern
Coronabedingt wurde letztes Jahr die Angelobung im kleinen Rahmen durchgeführt: Siegfried Schweiger, Alexandra Petermann, Klaus Petermann, Johann Dröscher, Martin Flatschacher, Thomas Krampl, Nathalie Juritsch, Alexander Ritscher, Bernd König, Rene Spreitzer, Stefan Tschaudi, Reinhold Dröscher, Wolfgang Leitner, Michael Breitner, Anja Wallner, Rupert Siebenhofer und Karin Höfl. Am Samstag offiziell angelobt wurden: Stefanie Fritz, Simone Preis, Manuela Schaffer, Irene Zechner, Maria Johanna Hasler, Christian Esterl, Wolfgang Haid, Franz Stock, Michael Hölbling, Philipp Leitner, Ulrich Gridl und Patrick Hellmich.
Geehrt wurden für 10 bis 60 Jahre im Dienst der Berg- und Naturwacht eine größere Zahl von Mitgliedern, für 60 Jahre Franz Gucher aus St. Lambrecht und das EZ in Silber wurde Rupert Maier aus Mühlen verliehen.
Anita Galler
Bildtext:
Die neu angelobten Mitglieder der Berg- und Naturwacht im Bezirk Murau, links im Bild Landeseinsatzleiter Fritz Stockreiter und dahinter BH-Hofrat Florian Waldner.
Text und Fotocredit: Anita Galler
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