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Murau: Natur, Wild, Wald und Tradition im Holzmuseum St. Ruprecht

Murau: Natur, Wild, Wald und Tradition im Holzmuseum St. RuprechtMontag, 30. Mai 2022

Sonderausstellungen wurden eröffnet
Seit 1. Mai ist das Holzmuseum in St. Ruprecht wieder geöffnet. Vorigen Freitagnachmittag wurden im Beisein mehrerer Ehrengäste die Sonderausstellungen für dieses Jahr feierlich eröffnet.

Brauchtum – Tradition ist ein Schwerpunkt
Im Haupthaus wird der Schwerpunkt auf die Themen wie verschiedene Bräuche in der Region gepflegt werden gelegt, Tradition und Bräuche rund um den Werkstoff Holz wird gezeigt, dazu sind das Faschingrennen in St. Ruprecht - Falkendorf dargestellt. Dieses wird von einem eigenen Verein hochgehalten. Ein breit gestreuter Streifzug von Bräuchen wie Sonnwendfeuer über die verschiedenen „Zoachn“ (Wetterregeln) bis hin zum regionalen Brauchtum ist dargestellt. Man will damit altes Kulturgut und Bräuche bewahren und diese wieder ins Gedächtnis rufen, sagte die Obfrau des Vereins Holzmuseum Michaela Seifter. Stramme Mannen vom Faschingrennen in St. Ruprecht - Falkendorf hatten dazu Aufstellung genommen, Josef Seifter schilderte das Brauchtum des Faschingrennens in St. Ruprecht - Falkendorf. Dieses wurde vor rund 10 Jahren wie viele vom Bezirk Murau in das Intermaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Das Faschingrennen in St. Ruprecht – Falkendorf wird seit 1923 mit Unterbrechungen in den Kriegsjahren in dreijährigen Zeitabständen gepflegt, darüber berichtete Obmann Josef Seifter. Man hält sich strikt an die Regeln, Auslaufen nicht vor dem Betläuten um 6 Uhr und Einrennen um 19 Uhr, es passiert am Rosenmontag um den Winter auszutreiben. Abschluss ist die sogenannte „Schinderhochzeit“. Nächste Mal wird am Rosenmontag das Faschingrennen 2023 in St. Ruprecht – Falkendorf am Programm. LJ – Leiterin Viktoria Guster informierte die Gesellschaft über ihre Brauchtumsaktivitäten im Jahreslauf, so Oster- und Sonnwendfeuer, Krampuslauf um einige zu nennen. Die OG St. Ruprecht – Falkendorf hat 39 Mitglieder. Im Rahmen der Sonderausstellung zeigt die LJ einige ihrer Aktivitäten mit Darstellungen.

Bedeutung Jagd im Bezirk Murau
Die Sonderausstellung im Holzbauhaus ist wiederum dem Thema Jagd gewidmet. Unter dem Titel „DENK mal Wald - Wild - Jagd" wird die Zusammenarbeit der Steirischen Landesjägerschaft und dem Jagdbezirk Murau mit Bedeutungen und die Auswirkungen in Verbindung mit Land- und Forstwirtschaft und dem Tourismus anschaulich und lehrreich dargestellt. Schwerpunkt dieses Jahres ist Reh-, Rotwild und Spechte. Darüber informierte zur Eröffnung Peter Göldner, Mitglied des Bezirksjagdausschusses und Hegemeister in Predlitz.

Zusammenfassung der Grußworte:
Bgm. Cäcilia Spreitzer (St. Georgen am Kreischberg): Um über eine so lange Zeit ein Holzmuseum wie in St. Ruprecht leben zu lassen, bedürfe es sehr viele Frauen / Männer, die sich ehrenamtlich einbringen, seit der Gründung 1984 wurde immer wieder neue Ideen umgesetzt. Es zeichnet den ländlichen Raum besonders aus, dass sich Leute bereitfinden, am Dorfleben aktiv mitzuwirken, damit könne Tradition und Brauchtum wie das Faschingrennen von Generation zu Generation weitergetragen werden.

Holzwelt Obmann Bgm. Thomas Kalcher: Es gibt viele Berührungspunkte Holzmuseum und Holzwelt Murau, die über die vielen Jahre sehr vertieft wurden. Das Holzmuseum funktioniert von der wirtschaftlichen wie organisatorischen Seite her sehr gut, wenn auch in den letzten beiden Jahren wegen Corona die Besucherzahlen nicht jene waren wie vor Corona, es habe eine sehr gute Wirkung nach weit außen. Die Holzwelt Murau habe für die nächste Förderperiode von 2023 bis 2027 zwei Schwerpunkte formuliert, Holz als Werkstoff, Energieträge und Baustoff sowie die erneuerbare Energie weiter voranzubringen. Die rund 20 Museumsbetreiber im Bezirk Murau sollten geschlossen und lauter in der Öffentlichkeit auftreten um auch mehr gehört zu werden, es geht auch um die finanzielle Absicherung gegenüber den großen Kultureinrichtungen.  
Kammerobmann Martin Hebenstreit: Das Holzmuseum und die Holzwelt Murau sind eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Noch nie hat Holz eine so hohe Bedeutung bekommen wie gegenwärtig. CO2 ist ein großes Thema, wir wissen, der Wald ist ein CO2 Speicher, den wir im Bezirk in hohem Ausmaß haben. Aufgrund der Ukrainekrise wurde der Energiebereich enorm wichtig, der Gashahn könnte jederzeit abgedreht werden. Die Forstwirtschaft könnte 10 % des Gasaufkommens durch Nutzung im Forst abdecken. Im Bezirk werden jährlich rund 370.000 fm Holz genutzt, während der Zuwachs 570.000 fm beträgt, somit könnten noch weitere 200.000 fm Holz genutzt werden. 

Bgm. Wolfgang Schlick (Stadl-Predlitz): Tradition ist wichtig, er habe gerade die Gemeindechronik für seine Gemeinde überreicht bekommen, wo man sehr viel von der Vergangenheit lesen kann. Wer sich mit Vergangenheit beschäftigt, der hat für die Gegenwart die besten Voraussetzungen, weil er die Vergangenheit auch besser versteht. Das Holzmuseum ist viel mehr als Tradition und Faszination, sie ist die Keimzelle zur weiteren Entwicklung der gesamten Region. Der Gemeindewandertag seiner Gemeinde hat mit rund 60 Teilnehmern zum Holzmuseum geführt. Auch der Tourismus braucht Museen in seinem Angebot wie es das Holzmuseum sich darstellt.

Tourismusverband GF Peter Meyer: Das Thema Holz und Forstwirtschaft hat in Österreich, aber speziell im Bezirk Murau eine enorm große Bedeutung. So hat der zuletzt von der Holzwelt Murau organisierte Energie Camp mit rund 150 Teilnehmern aus allen Bereichen mit dem Thema Holz beschäftigt. Im Bezirk Murau habe man schon vor 20 Jahren begonnen zu überlegen, im Tourismus gemeinsam aufzutreten, wenngleich es nicht gleich gelungen ist, aber es gab bereits die Ansätze dazu, die nun durch Beschluss des Landes vollzogen wurde. Ob es ein Erfolg wird, dass aus 5 Verbänden nun einer im Bezirk tätig ist, wird an uns selbst liegen, gemeinsam im breiten Angebot auftreten macht uns stärker, wir müssen uns in der Innen- wie Außenwirkung, wir müssen uns als Gemeinschaft sehen, dann werden wir erfolgreich sein. Der Bezirk Murau müsse die rund 20 Museen als Plattform im Land gemeinsam vertreten um auch entsprechende Aufmerksamkeit zu erreichen, es gehe auch um finanzielle Absicherungen dieser für die Region Murau so wichtigen Einrichtungen.     

Öffnungszeiten:
Von 15. Mai bis 31. Mai und im Oktober täglich von 11.00 bis 16.00 Uhr und Juni bis September täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet! Nähere Informationen erhalten Sie unter der Tel: +43 664 99801043.

Bildtext:
Eröffnung der Sonderausstellung zu Tradition in der Region, vorne v.l. Josef Seifter, LJ Leiterin Viktoria Guster, Obfrau Michaela Seifter und Elfriede Oberreiter. Hinten einige Mannen der Faschingrenner.

Text und Fotocredit: Anita Galler


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