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Jazz im Glashaus

Jazz im GlashausDonnerstag, 8. September 2022

Coming home – nach einem langen Arbeitstag oder gar einer langen Arbeitswoche, bei hereinbrechender Dunkelheit, zwischen grünen Zimmerpflanzen und bunten Lampions die müden Beine ausstrecken, zurücklehnen und …

Das süße Ankommen in der Musik, im Jazz, der mit seiner verspielten Unberechenbarkeit immer auch die Lebendigkeit an und für sich betont. „Stumbling Home“ heißt die Eröffnungsnummer des Abends. Eine Eigenkomposition von Andreas Liebminger, Mitglied der Ralph-Duschek-Band, die, auch wenn sie ein etwas anderes Heimkommen meint, das Publikum trotzdem gut ankommen lässt an diesem großartigen Abend, am 3. September, im Glashaus der Fohnsdorfer Gärtnerei Fortin.

Wieder einmal nach Hause gekommen ist auch der Musicalstar Reinwald Kranner, der in Ralph Duschek und den Musikern der Ralph-Duschek-Band (Andreas Liebminger, Uwe Habich, Richie Jantscher) kongeniale Partner gefunden hat. Einmal mehr bringen sie das zum Bersten volle Glashaus zum Beben. Standing Ovations, ein frenetisches Publikum, das den gut gelaunten Musikern eine Zugabe nach der anderen abverlangt beweist, dass professioneller Anspruch keine großen Bühnen braucht.

Mit „Fly me to the Moon“ und „Cheek to Cheek“ beginnen die ersten Zehen zu wippen und für eine Minisekunde denkt man, alles schon einmal gehört zu haben, nur um gleich darauf zu erkennen: Was da kommt, hat man so noch nie gehört!
Wenn in der Interpretation von „Old Devil Moon“ klassischer Jazz sukzessive in lateinamerikanische Rhythmen übergeht und mit einem temperamentvollen Zungenrasseln endet, dann ist das schon eine musikalische Spielerei der feinen Art. Von nun an geht es Schlag auf Schlag, eine fulminante Interpretation jagt die nächste. Die vielseitigen Vollblut-Musiker überzeugen mit Jazz, Rock und Pop. Reinwald Kranner zeigt eine stimmliche Reichweite, die selbst Kranner-Fans noch zum Staunen bringt. Virtuose Scats in „Take the A-Train“ steigern sich zu einer genialen „Summertime“. Die instrumentalen Fertigkeiten der Musiker stehen der gesanglichen Großartigkeit um nichts nach, wie man in zahlreichen Solis und den mutigen Arrangements von Ralph Duschek hören kann. Wenn es kurz vor der Pause „Don´t stop me now“ heißt, ist das Publikum längst Wachs in ihren Händen. Ans Heimgehen mag da ohnehin noch niemand denken.

Im zweiten Teil des Abends wird es rockiger, aber nicht weniger fulminant. Mit einem Phil-Collins-Medley, steigen die Musiker ein, um mit ihrer Version von A-has  „Take on me“ über „Hold the Line“ von Toto bis zu Stings „Englishman in New York“ das Publikum, das bei den Zugaben schon mehr als bereit ist mitzusingen, von einem Highlight zum nächsten zu jagen. Ein bisschen hört es sich an, als würden sich die Großen der Pop-Musik noch einmal auf die Bühne begeben und für Reinwald Kranner eine Art Backgroundchor einspielen, wenn im Phil-Collins-Medley zeitweise stimmliche Färbungen von Elvis mitschwingen. Für einige Takte in „Another one bites the Dust“ klingt es tatsächlich so, als sänge Elvis Fredy Mercury, aber es ist immer Reinwald Kranner, der uns einen Teil seines unglaublichen Könnens hören lässt. Und wenn ein unvergesslicher Abend mit „Purble Rain“ ausklingt, dann fehlt mir, die ich dieses Lied liebe, rein gar nichts, abgesehen vom Feuerzeug.  

 


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