Dienstag, 4. Oktober 2022Was 2017 in Kobenz durch das Jahrhunderthochwasser angerichtet wurde, steckt in der Bevölkerung noch tief in Erinnerung. Binnen weniger Minuten stieg der Bach auf zwei Meter Höhe an. Danach wurde geplant und im Oktober 2019 begann man dann mit dem Bau eines neuen Hochwasserschutzes. Am Sonntag wurde 2-fach gefeiert, das Erntetankfest und die Eröffnung mit Segnung des Hochwasserschutzes.
Die Ehrengäste trafen sich vor dem Gemeindeamt zum Bürgermeisterempfang und smalltalk. Vor dem Festakt ging es zu einem kurzen Lokalaugenschein, wo Helmuth Slamanig die Gäste über das Bauprojekt informierte.
Mit den Klängen des Musikvereins Kobenz marschierten der Kindergarten und die Schüler der Volksschule mit der Erntedankkrone an der Spitze zum Marktplatz, wo sich die Bevölkerung versammelte. Mit Gesang und Darbietungen bereicherten die Kinder das Erntedankfest.
Mit einem herzlichen Grüß Gott durch Bgm. Eva Leitold wurden die Besucher und Ehrengäste, LR Hans Seitinger, die LAbg. Wolfgang Moitzi, und Bruno Aschenbrenner, die Bgm. Erwin Hinterdorfer, Martin Rath, Fritz Fledl, Dir. Peter Prietl Andreas Braun, Helmuth Slamanig, Renate Simbeni und weitere, begrüßt.
Die Gesamtkosten des Hchwasserverbaus wurden mit 6.1 Mio. EUR veranschlagt, durch die Pandemie und gestiegene Materialpreise stiegen auch die Kosten aber auf 7,7 Mio. Euro, aber auch das federte das Land Steiermark ab.
Das Kobenzbachbett wurde auf etwa einen Kilometer verbreitert, auch um Raum für Ökologie zu schaffen, Straßen wurden auf zwei Meter angehoben; über dem Sportplatz wurde ein Wildholzrechen aufgestellt. Das Projekt wurde zum Anlass genommen, neue Wasser-, Kanal- und Stromleitungen zu bauen; auch das Ortsbild hat sich durch die neuen Brücken sowie Fuß- und Radwege komplett verändert.
Helmuth Slamanig gab einen allgemeinen Bericht und unterlegte ihn mit Zahlen. So wurden von 2019 bis 2022 11.100 LKW Fuhren gefahren, 4.750 m Leitungen verlegt, 5. m² Oberfläche befestigt, 4.000 m³ Beton und 250.000 kg. Eisen verbaut, 3.100 Ersatzpflanzen gesetzt und 55.000 Arbeitsstunden geleistet.
Kobenz ist sicher geworden, sagte LR Seitinger, das ist die gute Botschaft, die weniger gute, es hat sehr viel Geld gekostet. Es stellt sich die Frage, wie geht man in Zukunft mit der Raumordnung der Versiegelung und dem Klimaschutz um? Aber wer den Landesrat kennt weiß, dass seine reden immer mit viel Humor und Zuversicht gespickt sind. Pfarrer Bartlomiej Lukasz Wojtyczka spendete dem Hochwasserschutz den kirchlichen Segen.
Die Singgemeinschaft Kobenz, Leitung Winfried Vollmann, stimmte das Kobenz Lied „Kobenz du meine Heimat ...“ an. Mit der Landeshymne endete die Festversammlung.
Text und Fotocredit: Walter Schindler
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