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Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige Zukunft?

Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige Zukunft?Montag, 12. Dezember 2022

Zur Kunst der Ausrede – und ihren Auswirkungen
Nachhaltigkeit ist ein Wort, das inzwischen inflationär verwendet wird. Definitionen gibt es mehrere – sodass sich fast jede/r das Prädikat „nachhaltig“ verleihen kann. Welchem Irrtum wir damit aufsitzen, hat Thomas Brudermann bei der gestrigen Veranstaltung der Holzwelt Murau und dem Holzinnovationszentrum zum Thema Kreislaufwirtschaft in der Firma Reinholz erklärt.

Am 6. Dezember luden die Holzwelt Murau und das HIZ Zeltweg zum Vortrags- und Diskussionsabend zur Reinholz GmbH nach Oberwölz. Dr. Thomas Brudermann, Nachhaltigkeitsforscher und Psychologe an der Uni Graz, erklärte dabei, warum uns klimafreundliches Handeln schwerfällt und welche Veränderungen es für eine nachhaltige Gesellschaft braucht. Wenig überraschend kann jede und jeder etwas beitragen – mit dem eigenen Handeln. Was es braucht, um klimafreundliche Entscheidungen zu treffen, sind passende Rahmenbedingungen. Soll heißen: Auf allen Ebenen besteht Handlungsbedarf.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Weitere Inputs zeigten wiederum, dass die Holzwelt Murau und das Holzinnovationszentrum Zeltweg mehr gemeinsam haben als das Holz im Namen: dazu gehört die Zielsetzung das Bewusstsein für Bioökonomie und regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und Innovationen in diese Richtung zu fördern. „Reinhard Hansmann ist mit seinen LEADER-Projekten und dem daraus entstandenen Produkt – Reinholz – ein gutes unternehmerisches Beispiel für solche Entwicklungen.“, sagt Harald Kraxner von der Holzwelt Murau. „Darum haben wir diesen Ort gewählt, um die Veranstaltung durchzuführen. Großartig, dass Reinhard Hansmann auch gleich eine Betriebsbesichtigung ermöglicht hat.“

Entlang der Wertschöpfungskette
Darüber hinaus stellte Barbara Reichhold von Holzinnovationszentrum den Ideenwettbewerb für Murau Murtal vor, der bis Ende des Jahres läuft. Unter hiz.innovation.at können Ideen rund um Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft eingereicht werden. Passend dazu berichtete Daniela Schmid vom Holzcluster Steiermark über die unterschiedlichen Initiativen zu Holz entlang der Wertschöpfungskette in Österreich. Das Ziel dabei ist, Holz in neue sinnvolle Anwendungen zu bringen – was neben dem Nachwachsen des Rohstoffs auch den Vorteil der CO2-Bindung bringt.

Eine einfache Lösung?
In dieser Vielfältigkeit des Abends kam vor allem eines ganz klar heraus: Die Herausforderungen sind sehr komplex. Die „einfache“ Lösung, die Thomas Brudermann vorschlägt, ist: 1. klimafreundliche Entscheidungen müssen leichter werden und 2. müssen klimaschädliche Entscheidungen (und Ausreden) schwieriger werden. Dabei gilt aber auch: Man kann sich selbst die Rahmenbedingungen für mehr Klimafreundlichkeit schaffen.

Fotocredit: Holzwelt Murau


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